Ein neues Holzbausystem mit dem Namen Builders Key zeigt, dass ein Gebäude auch ganz ohne Schrauben oder Leim stabil bleiben kann. Die Konstruktion besteht aus CNC-gefrästen Bauteilen, die passgenau ineinandergreifen und einfach zusammengesteckt werden. Das erleichtert sowohl den Aufbau als auch den späteren Rückbau gegenüber vielen üblichen Bauweisen.
Stecken statt schrauben
Weil die Holzteile bis ins Detail vorgefertigt werden, fügen sie sich nahtlos zusammen. Verbindungsmittel wie Schrauben, Nägel oder Klebstoff sind nicht erforderlich. Dieser Ansatz hat einen klaren Vorteil: Ein so errichtetes Gebäude lässt sich später wieder demontieren. Die Bauteile stehen dann zur Wiederverwendung bereit, was dem Trend zum zirkulären Bauen entgegenkommt.
Leichter und sparsamer
Das System überzeugt durch seine Effizienz. Die Konstruktion ist rund fünfzig Prozent leichter als das Bauen mit Brettsperrholz (CLT). Auch der Materialverbrauch fällt geringer aus: Es wird etwa zwanzig Prozent weniger Holz benötigt als beim herkömmlichen Holzrahmenbau. Weniger Gewicht bedeutet leichtere Fundamente und einfacheren Transport, während ein geringerer Materialeinsatz sich direkt auf Kosten und Umweltbilanz auswirkt.
Für die Baubranche sind das relevante Entwicklungen. Der Druck, schneller, nachhaltiger und mit weniger Rohstoffen zu bauen, nimmt zu. Systeme, die vorgefertigt und demontierbar arbeiten, passen gut in dieses Bild.
- Keine Verbindungsmittel: Bauteile greifen ineinander
- Demontierbar: geeignet für die Wiederverwendung von Material
- Leichter: rund fünfzig Prozent weniger Gewicht als CLT
- Sparsam: etwa zwanzig Prozent weniger Material als Holzrahmenbau
Ob sich die Methode in großem Maßstab durchsetzt, hängt von Kosten, Verfügbarkeit und der Bereitschaft der Auftraggeber ab, auf neue Bautechniken zu setzen. Die Kombination aus Gewicht, Materialeinsparung und Wiederverwendbarkeit macht das System jedenfalls für Projekte interessant, bei denen Nachhaltigkeit im Mittelpunkt steht.
