Im niederländischen Delfzijl hat die Wohnungsgesellschaft Acantus sechzig Sozialwohnungen umfassend energetisch saniert. Die Wohnungen wurden vom Erdgasnetz getrennt und laufen künftig vollständig mit Strom. Damit sinken sowohl der CO2-Ausstoß als auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Vom Gaskessel zur Wärmepumpe
Herzstück des Projekts ist der Umstieg auf All-Electric-Luft/Wasser-Wärmepumpen. Diese Anlagen entziehen der Außenluft Wärme und nutzen sie für die Raumheizung sowie die Warmwasserbereitung. Da kein Gas mehr benötigt wird, verschwinden die klassischen Heizkessel aus den Wohnungen.
Für eine ordentliche und effiziente Platzierung der Außeneinheiten wurde eine Dachaufstellung gewählt. So bleiben Fassaden und Gärten frei, und die Installation auf dem Dach ist übersichtlich angeordnet. Das erleichtert die Wartung und hilft bei der Geräuschbegrenzung.
Lüftung und Wohnkomfort
Neben den Wärmepumpen erhielten die Wohnungen neue Lüftungsanlagen. Bei gut gedämmten und luftdichten Gebäuden ist eine kontrollierte Lüftung entscheidend: Sie sorgt für ein gesundes Raumklima und verhindert Feuchteschäden. Die Kombination aus besserer Dämmung, Wärmepumpen und geregelter Lüftung steigert den Komfort spürbar.
Für die Bau- und Installationsbranche ist das Vorhaben ein anschauliches Beispiel für die Sanierung im Bestand des sozialen Wohnungsbaus. Wohnungsgesellschaften müssen in den kommenden Jahren große Bestände erdgasfrei machen. Standardisierte Ansätze wie hier machen diese Aufgabe besser umsetzbar.
- Gasfrei: sechzig Wohnungen vollständig vom Erdgas getrennt
- Technik: All-Electric-Luft/Wasser-Wärmepumpen
- Platzierung: kompakte Dachaufstellung der Außeneinheiten
- Komfort: erneuerte Lüftung für ein gesundes Raumklima
Mit diesem Ansatz zeigt Acantus, dass sich Nachhaltigkeit und bezahlbares Wohnen auch im sozialen Wohnungsbau verbinden lassen.
