Seit der Einführung von BENG (Nahezu EnergieNeutrale Gebäude) wird die Energieeffizienz von Neubauten nicht mehr mit einer einzigen EPC-Kennzahl, sondern mit drei getrennten Anforderungen ausgedrückt: dem Energiebedarf (BENG 1), dem fossilen Primärenergieverbrauch (BENG 2) und dem Anteil erneuerbarer Energie (BENG 3).
Folgen für den Entwurf
BENG 1 lenkt stark auf eine gute Gebäudehülle: kompakte Form, hohe Dämmwerte, Luftdichtheit und Vermeidung von Wärmebrücken. BENG 2 und 3 lenken auf Anlagentechnik und Erzeugung, etwa Wärmepumpe und Photovoltaik. Die drei Anforderungen zusammen erzwingen integrales Entwerfen: baulich und anlagentechnisch im Zusammenhang.
Frühes Rechnen lohnt sich
Wer schon in der Entwurfsphase mit Orientierung, Glasanteil und Dämmung rechnet, vermeidet teure Anpassungen später. Ein guter Dämmwert von Wand, Dach und Boden ist dabei das Fundament — rechnen Sie ihn rechtzeitig durch.